Fasnachtstage

Mit einer feurigen Schlussrede von Zunftmeister Bruno Ambauen fand die Fasnacht 2019 ein Ende. Was bleibt sind gute Erinnerungen, einige tolle Schnappschüsse und leichte Nachwehen nach einer insgesamt schönen "rüüdigen" Zeit. Auch für die Weidfäger hiess es am "Güdiszischtig" Abschied nehmen. Einerseits von der geliebten Fasnacht und andererseits von den vielen Kumpanen, mit denen man die letzten paar Tage eine intensive Zeit verbracht hatte. 

Standesgemäss hörte man sich an jenem "Güdisdsischtig" gemeinsam die Wolhuser Guuggen nochmals an und bedankte sich gegenseitig für eine strenge, aber zugleich auch wunderbare Zeit. Was am "Schmudo" seine Anfänge nahm, ging an diesem Dienstag also zu Ende. Nach vielen Stunden in gemütlicher Fäger-Atmosphäre und einem Fest auf dem Berghofareal, welches wiederum zahlreiche Fasnachtsbegeisterte anlockte, war es an der Zeit, sich einfach mal kurz zu drücken und auf Wiedersehen zu sagen. Auch die Fasnacht 2019 sorgte für einige Highlights und dürfte noch lange in den Köpfen der Weidfäger bleiben. 

 

Festivalstimmung im Winter

Wem ist diese Fäger Fägete wohl noch kein Begriff? Auch in diesem Jahr strömte eine grosse Masse an Fasnächtler und Fasnächtlerinnen nach Wolhusen, um einen Abend in purer Ekstase zu feiern. Trotz einer geringeren Besucherzahl als in anderen Jahren, bekamen die Weidfäger viele gute Rückmeldungen begeisterter Anwesenden. Vielleicht war genau jene Tatsache entscheidend für die positiven Reaktionen, dass es für einmal ganz einfach mehr Platz hatte in den einzelnen Lokalitäten im Vergleich zu früheren Jahren. Bezüglich Organisation gab es auch unter dem neuen OK-Chef Angelo Zimmermann kaum etwas zu kritisieren. Das Fest ging dank einer hervorragenden Planung perfekt über die Bühne. Weniger positive Vorfälle waren die Ausnahme. Eines der Highlights der Fägete war ohne Zweifel das Wolhuser Zelt, welches in diesem Jahr unter dem Namen "O Lefty's Irish Pub" mit einer sensationellen Liveband und originellen Dekoration aufwartete. Als weiterer Höhenpunkt dürfte das Dosenzelt mit dem Namen "Dosolieri" in die Geschichte eingehen. Die beiden DJ's Dredge und Dozer heizten dem Publikum mit harten Bässen und feinsten elektronischen Klängen so richtig ein und waren dafür verantwortlich, dass die Hörerschaft mehr als einmal kurz vor dem musikalischen Höhepunkt stand. Natürlich gilt es zu erwähnen, dass auch alle anderen Lokalitäten dutzende Feierwütige bestens unterhalten konnten und für ein gesamthaft friedliches und stimmungsvolles Fest sorgten. Auch die "Guuggen" gaben ihr bestes und hatten einen grossen Anteil daran, dass die grosse Arena stets gut gefüllt war. Am Mikrofon überzeugten dieses Jahr die neu engagierten Speaker Philipp "Phippu" Breit und Urs "Brögu" Brügger. Mit einer grossen Portion Humor und kecken Sprüche, die mit zunehmender Dauer und zusätzlichem Alkohol intus, immer besser wurden, brachten sie das Publikum mehrmals zum Schmunzeln. 

Die Weidfäger möchten sich an dieser Stelle nochmals recht herzlich bedanken bei allen Sponsoren, Gönnern und natürlich jedem einzelnen fleissigen Helfer. Hoffentlich seid alle im kommenden Mai mit dabei am legendären Helferfest.

Einblicke in die Planung und Durchführung der Fäger Fägete gewährt das folgende Video, produziert von Josef Bucher!

 

 

"För eis hets emmer no glängt"

Das Motto von Zunftmeister Bruno Ambauen begleitete auch die Weidfäger die gesamte Fasnacht hindurch. Ob am Schmudo oder Fasnachtssonntag, es hatte immer Platz um "eis z'näh". Der Donnerstag entwickelte sich auch dank dem grandiosen Wetter zu einem wahren Freudentag. Traditionell gestartet im Weidquartier ging es los Richtung Marktplatz, wo sich alle Wolhuser "Guuggen" und Fasnachtsgruppen trafen. Kurzum wurde das Geschehen auf den Rössliplatz verlegt, wo Zunftmeister Bruno Ambauen die Fasnacht 2019 für offiziell eröffnet erklärte. Der anschliessende Hamburger Einstandsbrunch war für die meisten ein wahrer Segen und so präsentierten sich die Fleisch- und Käseplatten schon nach kurzer Zeit vollkommen leer gefressen. Den sechs Hamburgern an dieser Stelle ein grosses Dankeschön und vorweg schon mal ein "herzliches Willkommen" bei den Weidfägern! Die Mägen gefüllt, den Arschlochtisch wieder aufgelöst, kam als nächstes das Spital Wolhusen in den Genuss der wohligen Fäger-Klängen, dies übrigens ganz frisch geschminkt. Als schliesslich der letzte Auftritt am späten Nachmittag auf dem Rössliplatz über die Bühne ging, war die Müdigkeit bei einigen bereits stark bemerkbar. Lag wohl auch an der üppigen Verpflegung, die man beim Ständchen Valliant Bank dank dem ehemaligen Fäger Wifi zu sich nehmen durfte. Was aber auch für diese Müdigkeit verantwortlich gewesen sein konnte, war das flüssige Gold namens "Bier", welches man sich wohl einige Male zu oft gegönnt hatte. Trotz alldem liess man es am Abend in Ruswil an der Explo so richtig krachen, ehe der grosse Tag folgte: Die Fäger Fägete stand vor der Tür! Nachdem das legendäre Fest ein Ende genommen hatte, war Party angesagt im Rebstock. Später wurde das Geschehen nach Dagmersellen verlegt, wo sich einige als wahre Wilderer zeigten. Sei dies als tödlicher Dekorationsjäger oder frecher Mädchen-Charmeur. Ausgeschlafen präsentierte man am nächsten Tag am Wolhuser Umzug das diesjährige Motto. Mit dem Gondoliere voraus erfreuten die Weidfäger die Wolhuser Fasnachtsgesellschaft mit einem originellen Grind und den ausgefallenen Kostümen. Die diesjährige "Lefer-Nommere" sorgte dafür, dass kein Auge trocken blieb und auch die beiden Hauptprotagonisten, die "Leferkönige" der vergangenen zwei Jahren, mussten wahrlich nicht auf dem Trockenen sitzen. Für einen spektakulären Ausklang war dann der "Chänubotzer-Ball" besorgt. Allen voran das Abschluss-Stück "Viva" beim starken Auftritt sorgte für viel Applaus. Nicht gerade in Begeisterungsstürme brach das Publikum am nächsten Abend aus. Dies war aber sicher nicht der Fäger-Leistung geschuldet. Sei's drum, die "Weidfäger-Buebe" amüsierten sich prächtig, nahmen sogleich eine ganze Bar für sich ein und feierten bis in die frühen Morgenstunden. Dies übrigens absolut verdient, hatte man den gesamten Tag mit "Ständle" verbracht. Bedanken möchte man sich ganz besonders beim Kinderheim Weidmatt für den Apéro und beim Weidquartier für die anschliessende teuflisch feurige Verpflegung. Der Dienstag wurde dann noch zum schönen Ausklang mit "Ständle", Umzug in Doppleschwand und dem abschliessenden "Böögverbrönne" auf dem Marktplatz. Wer danach noch immer nicht genug hatte, gab sich in Ebnet den Rest und sorgte so für einen gelungen Abschluss der Fasnacht 2019. 

 

Bilder gibt es hier!

 

 

 

 

 

 

 

 

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