Jubiläumsausflug

Erster Programmpunkt: Treffpunkt am Freitag um 16:00 Uhr in der Blindei Wolhusen. Mehr konnte und durfte man nicht wissen, denn der Jubiläumsausflug ist ein Anlass, der das Prädikat strenggeheim trägt. So kam es, dass sich die Fäger zum ersten Programmpunkt unter dem Motto "unkaputtbar, treffsicher, artistisch, berauschend und feuchtfröhlich" in der Blindei versammelten. Auf dem Programm stand ein gemütlicher Abend mit Bubble-Soccer, Mario-Kart im Kleinformat und gemütlichem Beisammensein. Für wahre Gaumenfreuden sorgte der eigens organisierte Pizzaofen, der den Pizzen durch die Holzfeuerung einen echt italienischen Geschmack gab. Das OK um die drei Lötscher-Brothers liess sich trotz ideenreichen Rate-Taktiken nicht in die Karten blicken und so blieb für das bevorstehende Weekend als einziger Anhaltspunkt der Treffpunkt am Samstag um 09.00 Uhr im Räbe.

Dort wartete auch bereits schon unser treuer Busfahrer auf uns und verfrachtete die zunehmend, ob der Unwissenheit aufgeregte und heitere Fägerschar in Richtung Luzern. Auf dem Programm stand Bogen-, Armbrust- und Blasrohrschiessen in Kriens. In kleinen Gruppen traten die schiesswütigen Fäger gegeneinander an und duellierten sich um den Gewinn eines Korbes Gold. Manch unentdecktes Talent funkelte durch und der Bogenschiess-Plausch endete in einem Synchron-Bogenschiessen, wie man es nur aus den besten der sagenumwobenen Mittelalter-Filmen kennt. Nach einem genüsslichen Lunch hiess es wiederum: "Einbooten und weiter geht’s."

 

Die Reise führte quer durch die Schweiz. Vorbei an Luzern, vorbei an Zug, über den Hirzel und dann in Richtung Osten. Die Spannung ob des Zielortes stieg, nahm dann aber genau so rasch wieder ab, je näher dieser rückte. Und so war es denn plötzlich soweit und der Car hielt im Herzen von Chur, wo wir die Unterkunft für die Übernachtung beziehen konnten. Doch viel Zeit blieb nicht und weiter ging es, bergaufwärts zur Bärenhütte, welche einen wunderbaren Blick über die Stadt Chur und das Churer Rheintal ermöglichte. Dort angelangt, wurden vornehmlich das gemütliche Beisammensein gefrönt, die Grillstelle in Beschlag genommen und feine Grilladen und Salate von Kämsi verschlungen. Fehlen durften selbstverständlich auch die vielen Jubiläumsgeschenke nicht, welche wir an der vergangenen Fasnacht entgegennehmen durften. Besten Dank an die Sponsoren- ihr habt manch trockene Kehle zum Singen und Lachen gebracht.

 

Von der Bärenhütte aus ging es zum Frischmachen zurück in die Unterkunft, bevor sich die vielen Fäger in der Menge der Besucher des Churer Strassenfestivals "Buskers" verzettelten. Etliche Attraktionen, Künstler und Musikanten warteten auf und boten Gelegenheit zum Verweilen, bevor das Dunkel der Nacht die Überhand gewann und sich das Geschehen in die Bars und Klubs der Stadt verlagerte. Getreu dem Motto "jeder ist sein eigener Herr", konnte jeder so lange zechen, wie es ihm lieb war oder er zu erdulden wusste, bevor in den frühen Morgenstunden auch der letzte Fäger in die Unterkunft zurückkehrte um sich aufs Ohr zu hauen.

 

Süsse Träume und lange schlafen? Nichts dergleichen! Vergleichsweise früh am Morgen ging es bereits wieder los. Los in eine unbekannte Richtung, welche sich als Weg ins Glück und endlich wieder einem Happen feste Nahrung im Magen entpuppte. Auf dem Programm stand vornehmes Brunchen im Hotel Eden in Ilanz. Nachdem die Teller leer, die Bäuche voll und wieder ein paar Kraftreserven vorhanden waren, folgte das grosse Herzschlagfinale des Jubiläumsausflugs. Nicht weniger als fünf Boote, voll mit abenteuerlustigen, in ganz Körper Neopren-Montur steckenden und mit Paddeln bewaffneten Fägern kämpften sich durch das Nass des kalten Vorderrheins. Vorbei an einer wunderschönen Landschaft bahnten sich die Boote den Weg flussabwärts und manche Stromschnelle verursachte eine erhöhte Adrenalinausschüttung. Kampfgeist wurde gezeigt, kleine Rivalitäten ausgetragen und die strahlenden Sieger landeten schliesslich am sicheren Ufer in Reichenau, wo eine letzte kleine Stärkung den Antritt der Heimreise verkündete. Müde Arme, zufriedene Gesichter und viel zum Erzählen – so tuckerte eine zufriedene Fägerschar im Pyjama-Express zurück in Richtung Wolhusen, wo sich manch einer nach dem eigenen Bett zu Hause sehnte. (Bericht: Basil Lötscher)

 

 

 

 

 

 

 

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