Fasnachtstage

Ein grosses Feuer, ein letzter blecherner Ton und dann war sie zu Ende. Die Fasnacht 2018 hörte so auf, wie sie begonnen hatte, mit vielen lächerlich geschminkten Gesichtern, tanzenden Gestalten und mittendrin alles ausgelassen jubelnde, gut aussehende, junge Männer, welche sich in der Öffentlichkeit als Weidfäger bezeichnen. Auch die diesjährigen "rüüdigen Tage" boten einiges an Spektakel, unvergessliche Momente und legendäre Geschichten. Ein paar Anekdoten gefällig?

 

Der Hungrige

Betrachtet man das gesamte Spektrum an Festbesuchern lassen sich ein paar Typen herauskristallisieren. Zum einen gäbe es da den immer scharfen Schürzenjäger, der auch nach dem gefühlt zehnten Speichel-Austausch noch immer versucht den alles durchdringenden und scheinbar immer funktionierenden Terminator-Blick anzuwenden. Zum anderen wäre da der berühmt berüchtigte, trinkwütige Barsteher, welcher nach zehn Wodka-Mineral, ohne eine Mine zu verziehen, noch eine Runde toten Hirsch bestellt. Und dann gibt es auch noch ihn, den einmaligen, unvergleichlichen "Hungry Jones". Dort wo sich Essensstand an Essensstand reiht und die himmlischen Düfte von Pizza und Schnitzelbrot miteinander verschmelzen, dort fühlt sich "Jones" pudelwohl. Weiber? Die gibt es bloss als Zugabe. Wenn das Fett der goldbraunen Bratwurst in alle Himmelsrichtungen spritzt und der leuchtend gelbe Senf langsam an den Fingern heruntertropft, dann ist das für unseren nimmersatten "Hungry Jones" ein wahrlicher "Gourmasmus" und lässt ihn, begleitet von hundert jungfräulichen Döner, in den siebten Himmel emporsteigen. Du hast uns einige viele heitere Stunden bereitet, du fresssüchtiger Verrückter du! Ob es nun ein kompetenter Verpflegungstipp per Whatsapp oder dein eigener Song "Ey Juuunge" war, "Jones" du hast die Fasnacht definitiv ein Stück besser gemacht. Dankeschön!

 

"The horny one"

Es gibt viele gute Trainer auf diesem Planeten. Wer schaut beispielsweise nicht gern zu, wenn Jürgen Klopp alias "The normal one" wie von der Tarantel gestochen über den halben Platz rennt, um das Siegtor in der 93. Minute gemeinsam mit seiner Mannschaft zu bejubeln. Oder was wäre diese Welt ohne den trockenen, sarkastischen Sprücheklopfer José Mourinho? Aber nicht nur die Profi-Ligen wissen solche Koryphäen in ihren Reihen. Nein, sogar die in der breiteren Öffentlichkeit eher als "Cervelat-Prominenz" wahrgenommenen Weidfäger haben eine wahre Trainerlegende vorzuweisen. Ehrfürchtig nennen sie ihn alle: "The horny one"! Nicht nur, dass er an der Fägete allen Bagatelle-Gaunern das Handwerk legt oder an der Bar zwei Captain-Cola gleichzeitig runterzustellen vermag, nein, auch als Trainer tritt er stets als Vorbild auf. Der Teamgedanke steht bei ihm immer im Zentrum seines Denkens und Handelns. Auch wenn in der allerletzten Minute die Beine brennen und die höllischen Schmerzen kaum nachlassen wollen, für "The horny one" gibt es nur eine Devise: "Verdammt noch mal, versenk diese Kugel!" Lieber Herr Trainer oder besser, geschätzter "horny", auch dir möchten wir danken, für die vielen Ratschläge während der Fasnacht bezüglich unserer Absch(l)uss-Gefährlichkeit und vieler weiterer Fertigkeiten.  

 

Die Galaktischen

Wenn wir schon beim Fussball sind, kommt man am weissen Ballett nicht vorbei. Sagen euch die Namen Zidane, Beckham und Ronaldo noch etwas? Besser bekannt sind diese Ausnahmekönner unter dem Pseudonym "Die Galaktischen". Auch die Weidfäger machten sich mit ihrer Jubiläumsfete und der damit verbundenen Sperrung der Entlebucherstrasse unsterblich und dürfen sich nun getrost den Namen "die Galaktischen" anmassen. Mit einem Weltklasse-OK und dem unermüdlichen Einsatz jedes Fägers konnte dieser Mega-Event gestemmt werden. Die Schufterei hat sich definitiv gelohnt und man darf stolz auf eine unvergessliche Jubiläumsparty zurückschauen.

 

Helden unserer Zeit

Doch nicht nur die Fäger schrieben während dieser "rüüdigen Zeit" Geschichte. Es sind die Leute ausserhalb des Vereins, welche die Fasnacht zu einer ultimativ hammerharten Zeit machen. Sei dies jetzt eine verrückt komische Begegnung mit dem verschollen geglaubten Schulfreund oder eine herzhafte Einladung zu Wurst und Bier von Ehrenfäger Wifi, diese Momente machen die Fasi so einzigartig und schlussendlich auch unvergesslich. Deshalb möchten wir auch allen "Nicht-Fäger" danken, die uns während der ersten Amtszeit von Zunftmeister Bruno Ambauen begleitet haben. Grosse Anerkennung gebührt dem gesamten Räbe-Team um Erika und Dave, das stets einen einwandfreien Job machte und uns so die "Räbe-Time" definitiv versüssen konnte. Ein weiterer Dank gilt den zahlreichen Helfern, die sich an der Fäger Fägete mächtig ins Zeug legten, damit wir unseren 40. Geburtstag mit dem Hinterländer Party-Volk ausgelassen feiern durften. Natürlich darf auch der stets bestens aufgelegte Chauffeur nicht vergessen werden, der unseren wilden Haufen Mal für Mal sicher an jede "Hundsverlochete" hin und wieder zurück gebracht hat. Jerry, wie immer hast du einen hervorragenden Job verrichtet. Und wie schon gehabt, sind wir Weidfäger jeder Person zu tiefstem Dank verpflichtet, die in irgendeiner Form unser Jubi-Jahr ein Stückchen mitgeprägt hat. Ihr alle seid diejenigen, welche diesen Verein stützen, die Basis sozusagen, damit die Weidfäger weiterhin wie eine gut geölte Maschine funktionieren kann. Um auf den Punkt zu kommen: Ihr seid die Helden unserer Zeit!

 

GZSZ

Wie man also sieht, gab es so einige tolle Momente, Begegnungen und legendäre Feten während den schönsten Tagen im Jahr. Man denke da nur einmal zurück wie es mit dem alljährlichen Urknall losging und danach der Gang in die wohlig warme Stube, um das "Hamburger Z'Morge" zu geniessen. Da werden Erinnerungen wach, wenn man an die vielen Ständchen denkt, die in dieser Zeit über die Bühne gingen. Raiffeisenbank, Gemeindehaus, Valiantbank... Viele Leute kamen in den Genuss von den einzigartigen Fäger-Klängen. So viele wunderbare Augenblicke kommen einem in den Sinn, wenn man an die "rüüdige Zeit" zurückdenkt, dass selbst die negativen Erlebnisse in den Hintergrund rücken. Es war ein unglaublich intensives, aber zugleich sehr erlebnisreiches Jubiläumsjahr. Es gibt eigentlich also nur eines zu tun: Augen zu, Atem anhalten und die vielen Eindrücke auf sich wirken lassen! 

 

Bilder gibt es hier

 

 

 

 

 

 

 

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