Fasnachtstage

Die Fasnacht 2017 ist offiziell beendet! Nachfolgend ein kleiner Rückblick über die rüüdigen Tage..

In der Weid, da standen sie. Sie, die so lange darauf gewartet hatten. Sie, die unzählige Stunden mit Basteln, Musizieren und Vorbereiten verbrachten. Sie, die den Glauben an "Pachamama" wieder auferstehen liessen. Sie, die Weidfäger, sie waren bereit.

Ein heftiger Knall, lautes Gebrüll, dann die ersten Fasnachts-Klänge. Voraus ein Umzugswagen, darauf eine riesige "Pachamama"-Skulptur, im Schlepptau trötende und paukende Fäger-Menschen mit einem goldblauen Grind auf dem Kopf. Es lag etwas Spezielles in der Luft an diesem kühlen Donnerstag Morgen. War es tatsächlich wieder so weit? Konnte das wirklich möglich sein, dass die geliebte, rüüdige 5. Jahreszeit wieder begonnen hatte? Mit einer feurigen Rede, dabei die Arme wild herumfuchtelnd, beantwortete ein kleiner, glatzköpfiger Mann jene Fragen mit einem einfachen "Ja". Heinz I. erklärte die Fasnacht 2017 unter tosendem Applaus für eröffnet. Dies erfreute nicht nur die Wolhuser Guuggen, sondern auch die zahlreich erschienen Weidf.., ääh, Zünftler.

Eine erste fasnächtliche Mahlzeit durften die Fäger im Berghof zu sich nehmen. Von Fleisch, über Käse, bis zu einer erfrischenden "Büxe"; die Hambis durften zweifelsohne einen gelungenen Einstand feiern (auch wenn nicht ganz alle von ihnen aus ihrem Dornröschenschlaf aufgewacht waren). Dafür gab ein anderer ein Lebenszeichen von sich. Schlafmütze Ueli, ein Mitglied des legendären "Team Elite", hatte sich schliesslich doch noch dazu entschlossen, sein wohlig warmes Bettchen zu verlassen, um mit den motivierten Fägern die Fasnacht einzuläuten.

Kaum hatte man das letzte Stückchen Schinken aufgegessen, das Bier heruntergegossen und mit einem kräftigen Zug den mickrigen Zigarettenstummel zum Erlöschen gebracht, ging es weiter mit einer ersten musikalischen Darbietung. Zuerst kamen beim "Narrezmörgele" im Andreasheim die vielen Kinder und ihre Eltern in den Genuss von Fäger Klängen und nur kurze Zeit später bereitete man vielen Leuten mit einem Spital-Ständchen eine grosse Freude.

Gute Laune verspürte auch ein ehemaliger Fäger beim Auftritt vor der Valiant-Bank. So liess es sich "Hörnli Gott" Wifi nicht nehmen, seine herausragenden Fähigkeiten am Horn den staunenden Fägern zu zeigen und entschloss sich kurzum, ein Stück lang mitzutröten. Zu Wurst und Bier konnte man danach mit Wifi in der Vergangenheit schwelgen, bevor es losging mit dem bunten "Fasnachtstreiben" auf dem Rössliplatz. Bei frühlingshaften Temperaturen liess man es sich nicht nehmen, die Wolhuser Fasnachtsgemeinschaft in "rüüdige" Extase zu versetzen. Ob jung oder alt, alle fanden Gefallen an den liebenswerten und witzigen "Pachamama-Anbetern". Bis auf einige Mitglieder des "Team Elite" machten alle Fäger einen putzmunteren Eindruck und stiegen mit viel Motivation in den Car Richtung Ruswil ein.

 

 

Im Nachbarsdorf angekommen, inspizierte man sofort das grosse Festgelände, welches mit einigen Überraschungen aufwartete. Bereits um 20.35 Uhr brachte man das Ruswiler Volk in Partylaune. Bewusst verzichtete man auf die Fanfaren und vertraute auf die eigenen Stärken; ein guter Entscheid. Mit einem grossen Spektakel verabschiedete man sich vom bestens aufgelegten Fasnachtsvolk.

 

Freitag ist nicht nur Fajita Tag, sondern auch Fägete-Tag. Mit grossem Einsatz und viel Ausdauer konnte man den vielen Besuchern auch dieses Jahr ein grandioses Fest bieten. Vom Rock-Zelt, bis hin zur legendären Schlagerstube, es hatte für jeden die passende Lokalität. Die Weidfäger danken nochmals allen Sponsoren, Gönnern und Helfern für die tolle Unterstützung. Des Weiteren möchte man sich bei allen Festbesuchern bedanken, welche die Fägete mit ihren kreativen Kostümen Jahr für Jahr zu einem kunterbunten und speziellen Anlass machen.

 

Finished, finito, aus und vorbei! Das Fest komplett aufgeräumt, die Spuren beseitigt. Nun konnte die Fäger-Party endlich losgehen! Schminken-Trinken im Räbe, welch ein Genuss. Ein erster Schluck vom gekühlten Bier, ein wahrer Segen. Dazu ein würziges Güügügs Schnäppschen oder ein feines Flämmli, was für eine Genugtuung! "Omlo" hiess das Motto für diesen Samstag Abend. Mit viel Elan und ebenso grossem Durst war man bereit den Rasslerball in Immensee zu entern. "Shot Höhle", Radio Emmenknie Wunschkonzert und ein naja, zumindest lauter Auftritt in der Kaffeestube gaben dem Abend den nötigen Pfiff. Ein Highlight war sicherlich das Bühnendebut der neu formierten Band "Plastic Blues", bestehend aus dem Posaunenregister, ausgerüstet mit aufblasbaren Instrumenten. Mit einer Mischung aus lässigem Blues und eingängigen Indie-Pop Melodien brachten sie die weibliche Fangemeinde zum Kreischen und verwandelten die Halle in ein Tollhaus!

 

 

Einen grossen Auftritt hatte auch Hambi Ele, der sich im Schlussgang des eidgenössischen Fasnachtsfest Immensee mit einem Brienzer gegen seinen Tampi-Gegner durchzusetzen vermochte. Nach diesem grandiosen Sieg war der Tank aber sowas von leer, dass er sich kurzerhand dazu entschloss, ein Nickerchen im Weidfäger Anhänger zu halten.

 

"Ich habe immer an den Sieg geglaubt!" (Ele bei den letzten Vorbereitungen für den Schlussgang)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Heimfahrt nach Wolhusen wurde eher zu einer "Schnarch Fahrt". So liess es sich die Redaktion nicht nehmen und machte sich auf zu einer Fotosafari der besonderen Art..

 

 

Der Fasisonntag zeigte sich dieses Jahr von seiner besten Seite. Strahlender Sonnenschein und ein Umzug durch Wolhusen mit mehreren tausend Besuchern sorgten für einen genialen Tag. Mit der Nummer 38 gingen die Fäger ins Rennen. Mit den knallbunten Gewändern, dem kreativen, goldenen Grind und dem pompösen Umzugswagen heimste man zahlreiche positive Rückmeldungen ein. Zudem kam das Verteilen von leckerem Popcorn vor allem bei den Jüngsten sehr gut an.

 

 

Am Abend begeisterte man die Zuschauer mit einem "sidefiinen" Auftritt (und dies ganz ohne Stroh). Danach rockten einige die Tanzfläche, andere hingegen nahmen an Brögu's Shot Seminar teil . Festsieger, so munkelt man, wurde wie schon letztes Jahr ein kleines Grüppchen von Fäger. Als Preis für dieses Husarenstück gab es einen exklusiven "Chänubotzer-Aufräumkurs".

 

Dann war man auch schon beim Güdismontag angekommen, oder in Fachkreisen besser bekannt als "Ständlimäntig". Die zahlreichen Darbietungen gingen auch dieses Jahr an die Substanz. Vom Kinderheim Weid, weiter zum Gemeindehaus Wolhusen, dann von der Raiffeisenbank zum Gemeindehaus Werthenstein, und schliesslich zurück zum Rebstock. Es war ein strenges Programm, das von jedem Register alles abverlangte. Als Belohnung für die harte Arbeit veranstaltete Sämi unter Mithilfe von Schuum ein Lotto - Nachmittag. Speaker Chregu alias Kamuff sorgte für einige Schenkelklopfer und liess sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als er merkte, dass sein Säckchen doppelt so viele Zahlen beinhaltete wie sonst üblich.

 

 

Als auch der letzte Preis einen glücklichen Sieger fand, war es an der Zeit, der Rebstock-Crew ein Dankeschön auszusprechen. Mit einem Ständchen bedankten sich die Weidfäger für die Gastfreundschaft, welche ihnen immer wieder entgegengebracht wird. Der Rebstock ist für die Fäger nicht nur ein Stammlokal, sondern auch eine Art zweite Heimat!

A Propos Heimat: Der anschliessende Besuch in der Weid, dem Herkunftsort der Weidfäger, war wie jedes Jahr ein voller Erfolg. Der herzliche Empfang mit Wurst und Bier veranlasste die Fäger zu einem letzten Ständchen an diesem Güdismontag, bevor man den freien Abend ganz nach seinem Gusto gestalten konnte. Die Shotkarte in Doppleschwand durchmachen, in der Stadt Luzern nach Prominenten suchen, oder sich einfach wieder mal eine Mütze Schlaf gönnen; jeder fand für sich eine mehr oder weniger sinnvolle Tätigkeit.

 

Der Güdisdienstag war dann wieder ein Tag der letzten Male. Ein letztes Mal die Räbe Atmosphäre geniessen. Ein letztes Mal die kalte, feuchte Schminke auf dem Gesicht spüren. Ein letztes Mal eine Gügügs Runde ausgeben und sich ein letztes Mal in den engen Grind reinquetschen. Die Fasnacht neigte sich dem Ende zu.

Am Morgen noch zwei kurze Abstecher zur UBS und Kantonalbank, dann ein kurzes Schminken Trinken im Räbe, bevor es weiterging nach Doppleschwand, um dort den berühmten 50 Meter Umzug zu laufen. Der glückliche Gewinner des Pirelli Preises hiess dieses Jahr Schuum, oder wie er auch genannt wird "Der, der mit dem Schnitzel tanzt". Unglaubliche 5,5 Kg an Mehrgewicht brachte er im Vergleich zum Fasnachtsanfang auf die Waage. Die Redaktion zieht den Hut vor dieser Leistung!

Die "Uslumpete" war dann wieder ein toller Abschluss einer grandiosen Fasnacht. Dem lodernden "Pöög" zuschauend und den einzelnen Guuggen zuhörend, genoss man die letzten rüüdigen Stunden und liess später den Abend in der Cava Bar beim zweiten gelungenen Hambi Einstand ausklingen.

 

Wir von den Weidfägern bedanken uns bei allen, die zu dieser sensationellen Fasnacht etwas beigetragen haben. Ganz besonders danken, wollen wir der Rebstock Crew, insbesondere Erika und Dave, für den tollen Service die gesamte Fasnacht hindurch. Ein grosses Dankeschön gilt auch unserem Vorstand und dem Schminkteam, ihr habt tolle Arbeit geleistet!

 

Bis die Tage und bitte immer daran denken: Es lebe Pachamama!

 

Fasnachtsbilder gibt es hier

 

 

 

 

 

 

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