Auf den Spuren unserer Anfänge...

Dieses Jahr durften wir Weidfäger unser 35-Jähriges Bestehen feiern. Zu diesem Anlass kam frohe und interessante Botschaft über uns. Unsere Recherchen im Bundesarchiv haben unsere historischen Quellen nun bestätigt: Die Weidfäger gab es bereits einmal!!! In den Jahren 1959-1962 versuchten sich ein paar junge "Weidbueben" und wagten die ersten Schritte als "Fäger". Somit gäbe es uns ja schon seit 53 Jahren!!

Bereits an dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Geri Schwegler, der diesen Text über die Weidfäger und die damalige Wolhuser Fasnacht verfasst hat.

 

"Wir nannten uns auch Weidfäger, gingen noch zur Schule, hatten keine Kostüme, nur Röckli aus Krepppapier. Die Guggenmusik blieb nicht lange zusammen. Sofern ich mich richtig erinnere, war nach drei Jahren wieder Schluss. Was nach 1962 mit den Weidfägern ging, weiss ich nicht mehr. Die Schnäggezunft gab es aber schon dann!!"

 

"Die Fasnacht in Wolhusen war damals noch sehr urtümlich. In der Primarschule gingen wir Schüler am Schmutzigen Donnerstag in der Früh kübeln. Wir holten in der alten Teigwarenfabrik Korngold im Markt Blechbehälter, mit denen wir trommelten. Wir zogen so bei verschiedenen Unternehmungen vorbei und holten uns einen Batzen für einen Nussgipfel und eine Mehlsuppe. Das Ganze leitete unser Erstklasslehrer Josef Erni selig."

 

"Zu dieser Zeit gab es auch einen Stumpennoldi im Berghof. Er war der Bahnhofsvorsteher. Dieser erfreute sich überhaupt nicht am morgendlichen Krach. Er spritzte uns Kübler jeweils mit dem Gartenschlauch in die Flucht. Am meisten fürchteten wir uns an der Fasnacht jedoch von den Oberstufenschülern. Diese zogen im Militärmantel, mit Gasmasken, Ketten und einem 2m langen Kuhknochen (den sie jeweils bei Geistlich Söhne aus dem Bahnwagen holten) durchs Dorf. Wir kleineren Schüler hatten eine Fasnachtsmaske aus einer Schuhschachtel und einen umgekehrten Kittel."

 

Das erste Bild der Weidfäger Wolhusen (vermutlich 1960). Rechts im Bild der Tambourmajor Sales Blum selig. Rechts hinten Geri Schwegler als Trompeter.

 

Die "Grinde" holten Sie aus dem Estrich des ehemaligen Hotels Kreuz (heute Migros). Diese gehörten wahrscheinlich einer Tambourengruppe vom "Märt".

 

 

 

 

 

 

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