Alle Wolhuser kennen die Geschichte über den Flugzeugabsturz im Tuetisee. Doch ist Diese wirklich wahr?
Die altbekannte Legende wird seit Generation an die nächste weiter gereicht - doch scheinbar ist ein weiterer Flugzeugabsturz bekannt, welcher sich einige Jahre früher abgespielt haben soll.
Wir schreiben das Jahr 1978. Am Bahnhof Wolhusen rattern die Züge über die Gleise, doch die Unterführung, wie wir sie heute alle kennen, fehlt. Auch die Weichen werden von Hand umgestellt. In der Hackenrüti gibt es noch keine Industrie, der Turm der Walzmühle steht noch und im Restaurant zur Eintracht wurde gemütlich gespiesen.
Doch die Idylle trügt. Eines Nachts stürzte - der Legende nach - das erste Flugzeug in den Tuetisee.
Einige Nachtschwärmer berichteten, sie hätten dunkle Schatten am Himmel gesehen und einen lauten Knall gehört. Einige behaupteten sogar, gesehen zu haben, wie ein Flugzeug in den Tuetisee stürzte. Aber als die vermeintliche Absturzstelle besucht wurde, wurde weder ein Wrack noch Leichen gefunden. Augenzeugen berichteten anschliessend über viele Fremde, welche sich auffallend komischer verhielten als die restlichen Wolhuser.
Niemand war in der Lage Kontakt mit den Unbekannten aufzunehmen, geschweige denn, in Erfahrung zu bringen, wieso diese im Dorf auftauchten.
Eines Tages, besser gesagt an einem Fasnachtssonntag, hat der Umzug der Schneckenzunft in Wolhusen stattgefunden, als die Bevölkerung Wolhusens Zeuge einer neuen musikalischen Formation wurde.
Genannt „Weidschränzer“. Dem genauen Betrachter dieser Gruppe junger Männer fiel auf, dass es sich um die unbekannten Männer von jener Nacht handeln musste. Sie waren alle eines Instrumentes
mächtig und verströmten die kakophonischen Klänge der Fasnacht und verbreiteten Freunde im Dorf. Nur die Gestalt, welche die Horde anführte, war nach wie vor unbekannt. So rasch und unerklärbar
ihr Erscheinen auch war, war auch Ihr Verschwinden nach Beendigung des Umzugs.
Viele Jahre lang wurde nach dieser Gruppe gesucht, doch ohne Erfolg. Einige Verschwörungstheoretiker zogen einen Zusammenhang zwischen dem ersten Absturz '78 und der mysteriösen
Männerhorde.
Berichten zufolge tauchte im Jahr 1985 - kurz nach dem Absturz der beiden Hunter-Kampfjets der Schweizer Luftwaffe - eine ähnliche Truppe in Wolhusen auf, diesmal unter dem Namen
„Weidfäger“.
Da die Geschichte um den Absturz von '78 schon verblasst war, schenkte man ihr kaum Beachtung. Dennoch glaubten einige Wolhuser, es bestünden Verbindungen zwischen den Weidschränzern und den
Weidfägern - doch beweisen konnte das jedoch nie jemand.
Und nun, viele Jahre später, als die Geschichte der beiden Flugzeugabstürze nur noch als leises Gemurmel in Wolhusen weiterlebt, geschieht das Unglaubliche:
Erneut taucht eine Truppe auf - direkt aus dem Tuetisee, wie heutige Technologie bestätigt. Sie sollen dort sehr lange gelegen haben. Doch nicht nur sie: Neben dem See wurde auch ein Flugzeug
entdeckt, das den Anschein erweckt, direkt aus dem Wasser gezogen worden zu sein. Man könnte meinen, diese Truppe bereite sich darauf vor, das Flugzeug wieder in Gang zu kriegen.
Handelt es sich um die abgestürzten Piloten von 1978? Und wer führt sie an?
Einige behaupten, sie kennen die Wahrheit - und den Namen des Wesens, das die Gruppe anführt: D. Geier.
Ob diese geheimnisvolle Truppe auch dieses Jahr wieder am Fasnachtsumzug teilnimmt, ob sie danach erneut verschwindet - und ob es sich tatsächlich um die Weidfäger handelt - werden wir wohl erst
an der Fasnacht 2026 in Wolhusen erfahren...