Bericht Fasnachtstage

Liebe Fägerfreunde, oder wie es die Schränzer zu sagen pflegen: Liebe Freunde der Wohlfühlmusik

 

Es ist wieder Ruhe eingekehrt in Wolhusen und Umgebung. Keine blechernen Töne, keine dumpfen Bässe und kein lautes Gejohle mehr. Die letzten Konfettireste wurden entfernt, kleinste Schminküberbleibsel weggewaschen und die Kostüme im Schrank verstaut. Das Schlafdefizit ist ausgeglichen, die gescholtene Leber fertig kuriert.

Die Fasnacht 2016 ist definitiv zu Ende! Ihre Spuren wurden beseitigt, was bleibt sind nur noch die vielen tollen Eindrücke und Emotionen dieser rüüdigen Tage. Die gemütlichen Räbenstunden, die elektrisierenden Auftritte, die wunderbare Zeit in fägiger Gesellschaft. Hammerhart, verrückt und absolut geil!

Dank modernster Technologien konnten sich die Weidfäger durch das unendlich scheinende WORLDWEIDWEB hacken. Mit dem giftgrünen Schutzpanzer auf dem Rücken und der geheimnisvollen Maske im Gesicht verbreiteten sie rasend schnell das Fasnachtsvirus unter der Bevölkerung. Einen Einblick, wie diese Masseninfizierung von statten ging, möchte ich durch folgende Zeilen gewähren.

 

Schmudo

 

Mit grosser Vorfreude und fast keiner Verspätung traf sich die Fägercrew früh morgens traditionell im Weidquartier. Einzig die Vaterlandsbediensteten und Faultierchen Schuum zwangen spezielle Tatsachen zu einer Abwesenheit an diesem Morgen des "ersten Feiertages". Nichtsdestotrotz starteten die Fäger überzeugt ihren Einlauf mit Spiel Richtung Fasnachtszentrum Schulhaus Rainheim. Kaum waren die letzten Töne des Fägerklassikers "VIVA" verstummt, eröffnete Zunftmeister Heinz I. mit einer Rede die lang ersehnten Fasnachtstage. 

Danach durften sich die Fäger vom einzigen Hambi mit einem feinen Brunch verwöhnen lassen. Gratulation Marco! Sicherlich war es nicht dein Herzenswunsch der einzige Hamburger zu sein, doch bestimmt hat dir dein erstes Jahr trotz allem unglaublich viel Spass bereitet.

Die Bäuche dem Platzen nahe und mit geöffnetem Hosenknopf trieb es die kugelrunden Fäger anschliessend Richtung Spitalgebiet. Dort angekommen, gönnten sich einige in tropischer Wärme ein erfrischendes orientalisches Gesöff namens Bier. Was, Tropische Wärme im Winter ? Ja, richtig gehört! Unser kleines malerisches Dörfchen Wolhusen bietet dank dem Tropenhaus auch im Winter ein einzigartiges Sommerfeeling. (*Achtung Schleichwerbung!)

Doch Ziel im Spitalgebiet war es nicht, irgendwelche Badeurlaubsgefühle zu wecken, sondern dem Volk mit musikalischen Klängen eine positive fasnächtliche Stimmung zu übermitteln. Das Spital Wolhusen kam als erstes in den Genuss eines fägigen Auftritts. Wir von den Weidfägern hoffen, den Leuten, welche leider über die Fasnachtstage im Krankenhaus stationiert waren, eine kleine Freude bereitet zu haben. Zudem wünschen wir eine rasche Genesung und alles erdenklich Gute.

Entschlossenen Schrittes ging es weiter Richtung Valiant Bank, auch als Wifis Spielwiese bekannt. Kleine Information für aussenstehende Nichtfäger: Wifi, ein Fäger mit Leib und Seele, verliess uns zum Bedauern aller im letzten Jahr. Zum Glück aber scheint bei ihm die Liebe zur Fasnacht noch nicht erloschen zu sein. Der blonde Geldhai ist nach wie vor "on Tour" und immer noch einer der Letzten, der die "fasnächtlichen Sauftheken" verlässt. Wifi glänzt aber nicht nur als partywütige Rampensau, sondern auch als spendabler Gastgeber. Für deine Verköstigung danken wir dir und dem Valiant Bank Team recht herzlich! Ob diese handfesten Argumente aber für ein zweites Hamburgerjahr bei den Weidfägern reichen, lieber Wifi, steht noch in den Sternen geschrieben!

Die nächste Station hiess: Schulhaus Rainheim. Beim alljährlichen Fasnachtstreiben durfte sich das Publikum auf einige Stücke aus unserem Repetoire freuen. Zudem gab es für Geburtstagskind Andi alias Schmuusi eine dicke fette Torte (vom Bäcker und nicht vom Freudenhaus bestellt) und den schönsten Happy Birthday - Sound aus dutzenden Fäger - Kehlen.

Als sich der Tag schliesslich dem Ende zuneigte und die Nacht hereinbrach, packten die Fäger - Cyberkrieger ihr Hackerstuff, machten ihre Kriegsflotte startklar und verabschiedeten sich Richtung Ruswil. Erbarmungslos wurde auch die Nachbarsgemeinde mit dem Fasnachtsvirus infiziert. Zurück blieben nur grinsende Mutanten, welche sich rhythmisch zu den berauschenden Klängen der Weidfäger bewegten. Auftrag erfüllt! Somit begaben sich die Häckerlis wieder in ihre sicheren Verstecke, um ihre Akkus wieder aufzuladen.

 

Bilder gibt es hier  

 

 

 

 

 

Fäger Fägete

 

Ein bärtiger, weis(s)er Mann vom Pilatus sagte einmal zu mir: "Das geilste Gefühl ist es, wenn man am Samstag Nachmittag nach der Fägete im Räben Platz nimmt und bemerkt, egal welchem Weidfäger man in die Augen schaut, man weiss, dass dieser für dich alles gegeben hat!"

Auch dieses Jahr war die Fäger Fägete wieder mit grossem Aufwand verbunden. Das Aufbauen des Geländes streng, die Koordination von Partyablauf und anschliessendem Abbau schwierig, der Wettbewerb gegen die Müdigkeit kaum zu gewinnen. Doch am Ende verspürte man trotz allen Strapazen nur eines und zwar Freude und Stolz. Jeder Fäger und zwar absolut jeder durfte sich die Schulter wundklopfen. Zusammen schaffte man es wieder ein unglaublich ausgelassenes Fest auf die Beine zu stellen, welches wieder eine riesige partywütige Menschenmenge anzog.

Die Weidfäger danken allen Helfern, Gönnern und Sponsoren für ihre Unterstützung. Zudem ein Dankeschön an alle, welche den Weg in den Berghof gefunden haben. Ihr wart unglaublich!

 

Legendär, oder etwa nicht?

 

 

 

 

 

Fasisamstag

 

To do Liste eines Fägers am Fasisamstag nach Abbau Fäger Fägete:

 

- Versuchen der Erste im Räbe zu sein

 

- Nicht vergessen die Augen offen zu halten

 

- Das erste Bier  

 

- Abfeiern als gäbe es kein Morgen mehr

 

- Jeden Fäger mindestens einmal abschmuusen

 

- Es wird dort geschlafen, wo man umkippt

 

Nach einem tollen Konzert in der Kirche Wolhusen (wusste gar nicht, dass man im Gotteshaus eine Polonaise bilden darf) ging es weiter nach "Black Mountain". Trotz der Tatsache, dass der einzige Bankautomat defekt war, stieg die Stimmung mit jeder Minute. Die Fägertruppe feierte ausgelassen sich selbst und setzte die letzten Kraftreserven für die Baraktivitäten ein. Für einige endete der Abend aufgrund Übermüdung relativ früh. Andere zeigten keine Schwäche und vergnügten sich bis in die frühen Stunden.

 

Einige Bilder gefällig? Dann drück doch einfach auf die Bilder!

 

 

 

 

 

Fasisonntag

 

Oder auch der Tag der ersten Tränen. Altishofen hiess die erste Station im Tagesplan. Unter der Leitung von Papst Gandalf durften die Weidfäger einen verregneten, aber gelungenen Sonntag Nachmittag geniessen. Natürlich vermochte der Padre seinen Status als "Programmgott" zu nützen und so verkündete er die heilige Botschaft:

 

"Spiritus Fägerus Sancti" 

Da der Umzug in Altishofen eher der Kategorie "klein aber fein" angehörte, musste man sich glücklicherweise keinen sportlichen Aktivitäten hingeben und konnte sich voll und ganz auf die sackstark dekorierte Bar konzentrieren. So verstrich die Zeit im Eiltempo und nach einem kurzen Konzert ging es auch schon wieder zurück nach Wolhusen. Der alljährige Chänubotzerball fand heuer ganz im Zeichen des Films "Cool Runnings" statt. Das jamaikanische Lebensgefühl steckte auch die Weidfäger sofort an, das Fest war also so richtig lanciert. Doch nicht alle hatten das Glück, jenen Abend ausgelassen zu feiern. Für Fäbe W. hiess es wieder: "You`re in the army". Die ersten Tränen des Abends waren Tatsache!

Nachdem sich jeder mit teils mehr als freundschaftlichen Gesten vom Blondschöpfchen verabschiedet hatte, besammelte man sich bereits für den Auftritt. Die Motivation war sehr hoch, war es doch das letzte Chänubotzerkonzert für Tampi Bobi. Zu den Klängen des dezimierten Schlagregisters marschierten die Fäger mitsamt jamaikanischen Bob ein. Jeder zeigte seine gesamte musikalische Power und versuchte einen grandiosen Auftritt hinzulegen. Das Publikum war begeistert, die Fäger waren begeistert und auch Bobi war ausser sich, was ihn zu Tränen rührte.

Aufgrund des tollen Auftritts war es danach nicht verwunderlich, dass man bis in den Morgen hineinfeierte.

 

Bilder gibt es hier

 

 

 

 

 

Güdismontag

 

Ständlitour am frühen Morgen? Ob man es mag oder nicht, das "Ständle" ist eine alte Tradition und gehört nicht erst seit heute zum Pflichtprogram. Mit Start in der Migros ging es vom Marktplatz Richtung Räbe. Zum guten Glück gab es dort zuerst eine Stärkung in Form einer leckeren Mahlzeit. Herzlichen Dank an das Rebstock Team. Eure Geduld mit uns, die ihr immer wieder an den Tag legt, ist sagenhaft! Als kleines Dankeschön gaben die Weidfäger einen exklusiven Auftritt nur für das Räbe-Gespann. 

Danach beehrte man den Ort, wo alles anfing, und zwar das Weidquartier. Die Bewohner dieses historischen Ortes kamen ebenfalls in den Genuss einer musikalischen Darbietung. Anschliessend gab es Kaffee und Kuchen, was eine grosse Chance für alle Pirellifans darstellte. Auch für diese Verköstigung möchten sich die Weidfäger recht herzlich bedanken!

Dann als auch der letzte Fäger satt war, ging es weiter nach Doppleschwand. Das Fest, bekannt unter dem Namen "Wahnsinns Mäntig", erfüllte jedes Klischee einer bombastischen "Hundsverlochete": Die Party findet abgelegen in einem "Chrachen" oben statt; garantiert mit einer tollen Aussicht. Das Areal ist klein und überschaubar. Die Bar ist immer gut zugänglich, was den Alkoholnachschub zu jeder Zeit gewährleistet. Dieser Abend war also der ideale Zeitpunkt, um so richtig auf den Putz zu hauen. Dies nahmen sich die Fäger zu Herzen und fegten wie ein Orkan über das Festgelände. Beim späteren Konzert bekam man selbst aber auch ein rauhes Lüftchen zu spüren. Die starken Windböen machten einen sauberen Auftritt unmöglich, vor allem die Sousis hatten so ihre Probleme mit den äusseren Verhältnissen.

Für die Heimreise war dann zum guten Glück ein Shuttlebus mit einigen wenigen Sitzplätzen bereitgestellt worden. (Schon wieder ein Klischee erfüllt)

 

Biiiiilder

 

 

 

 

 

Güdisdienstag

 

Der letzte Fasnachtstag begann mit einem Ständli bei der UBS. Danach ging es weiter mit musizieren auf der Treppe der Luzerner Kantonalbank. Am Nachmittag waren die Weidfäger zu Gast in Sursee. Es wartete auf sie ein viel besuchter Umzug durch das Städtli. Doch bevor man sich mit gleichzeitigem Laufen und Spielen auseinandersetzten musste, gab es noch einige wichtige Durchsagen im Car. Einerseits wurden die letzten "Gügügs" versteigert, andererseits durfte Raphi W. den Pirellipreis (höchste Gewichtszunahme während der Fasi) entgegennehmen.

Am Abend dann war man bereits am letzten Fasnachtsevent angekommen. Das "Pöögverbrennen" mit anschliessendem Abschiedsauftritt, die letzten gemeinsamen Stunden, die Bye Bye - Party in der Krone.. der letzte Abend zeigte sich wieder von seiner emotionalen Seite. Man konnte sich voneinander verabschieden und bereits auf das nächste Jahr schauen, wenn es heisst: "Die Fasnacht 2017 ist offiziell eröffnet!"

 

Die letzten Bilder der Fasnacht 2016! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Infos zum neuen Motto 2020